„Ich war Hitlerjunge Salomon“ – Lesung und Gespräch mit Sally Perel in Magdeburg

Er war der „Hitlerjunge Salomon“. Am 19. Oktober ist der Zeitzeuge und Autor Sally Perel in den Berufsbildenden Schulen „Otto von Guericke“ in Magdeburg zu Gast und liest dort aus seiner Autobiografie und diskutiert mit den Schülerinnen und Schülern.


Seine Geschichte ist ebenso bewegend und spannend wie unglaublich. Der jüdische Junge Sally Perel ist dem Holocaust in der Uniform der Nazis entkommen und hat als Hitlerjunge Jupp Perjell die Nazizeit überlebt. In einer Lesung am 19. Oktober um 11 Uhr in der Aula der Berufsbildenden Schulen „Otto von Guericke“ wird der inzwischen 91-jährige über seine Erlebnisse berichten und mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch kommen. Die Lesung ist eine Kooperationsveranstaltung der Berufsbildenden Schulen „Eike von Repgow“ und „Otto von Guericke“ mit der Landeszentrale für politische Bildung.

Hintergrund:
Sally Perel wurde am 21. April 1925 im niedersächsischen Peine geboren. Seine Eltern waren Juden, die 1935 zunächst nach Polen flüchteten. Sally floh weiter in die Sowjetunion bis nach Minsk, wo er 1941 deutschen Truppen in die Hände fiel. Er gab sich dort als Volksdeutscher aus und wurde nach einem Jahr bei der Wehrmacht an der Ostfront in eine Schule der Hitlerjugend nach Braunschweig gebracht, wo er bis zum Kriegsende blieb. 1948 wanderte Perel nach Israel aus und baute sich dort eine neue Existenz auf. Mehr als vier Jahrzehnte nach seiner Rettung schilderte er seine Erlebnisse als "jüdischer Hitlerjunge" in der Autobiografie "Ich war Hitlerjunge Salomon".

Termin:
Lesung und Gespräch mit Sally Perel am 19. Oktober, 11 Uhr, in der Aula der Berufsbildenden Schulen „Otto von Guericke“, Am Krökentor 1b-3, 39104 Magdeburg