Magdeburg

 

Kurze Stadtgeschichte

Es war Karl der Große, der die noch unbedeutende Fischersiedlung am Westufer der Elbe in die Geschichte des Abendlandes einführte. Der Kaiser war es denn auch, der MAGADOBURG - wie jener Flecken damals hieß - in einer Urkunde erstmals schriftlich erwähnte. Und zwar im Jahre 805, als er in seiner Pfalz zu Diedenhofen eben Magadoburg zum Handelsplatz mit den Ostvölkern bestimmte. Unter Heinrich I. wandelt sich Magdeburg zur festen Bastion. Von hier aus stieß der Sachsenkönig mehrfach auf slawisches Gebiet vor, um es zu christianisieren. Otto I., der ab 936 die ostelbische Politik seines Vaters fortsetzte, gilt als der eigentliche Gründer der Elbestadt. Er ließ das karolingische Kastell in eine Pfalz verwandeln, welche Ähnlichkeit mit jener in Aachen besaß. Und im Jahre 968 begründete er das Erzbistum von Magdeburg. In den Mauern der immer bedeutungsvoller werdenden Stadt entwickelten sich Bildungsstätten, Handel wie Handwerk gleichermaßen. Bereits 1136 reichten die Handelsbeziehungen vom niederländischen Brügge bis zum russischen Nowgorod.

Im Jahre 1294 wurde Magdeburg erstmals urkundlich als Hansestadt erwähnt. Der Wunsch indes - freie Reichsstadt zu werden - blieb ein Traum.

In der Elbregion wurde der Lutherische Gedanke frühzeitig aufgegriffen. Und als eine der ersten Städte schloss sich Magdeburg dem Schmalkaldischen Bund an. Dies beschwor die durch Kaiser Karl V. verhängte Reichsacht herauf. Aber trotz massiver Belagerung wehte das protestantische Banner weiter über den Zinnen der Elbestadt.

Am 10. Mai 1631 erstürmte Generalissimus Tilly mit seinem kaiserlichen Heer Magdeburg und legte einer der schönsten Städte Europas in Schutt und Asche.

Nach zaghaften Versuchen, Magdeburg wieder aufzubauen, erlebte die Stadt ab 1700 eine neue Blütezeit. Barockbauten auf dem Breiten Weg und am Domplatz zeugen noch heute davon.

Im 18. Jahrhundert avancierte Magdeburg zur stärksten Festung Preußens. Während des Siebenjährigen Krieges war sie eine Insel des Friedens, wohin Friedrich der Große - als Potsdam und Berlin in Gefahr standen, vom Feindesheer besetzt zu werden - die königliche Familie beorderte.

Hier und da sind Wehrtürme, Gräben, Forts und Mauerreste aus jener Zeit zu entdecken.

Als im Jahre 1837 die Hamburg-Magdeburgische-Schifffahrts-Companie gegründet wurde und der erste Elbdampfer vom Stapel lief, brach endgültig die Epoche der Industrialisierung an. Diese ist verbunden mit den Namen Wolf, Gruson, Krupp, Schäffer & Budenberg, Polte.

Magdeburg entwickelte sich zur modernen Großstadt - ein Attribut, welches ihr noch jetzt zu eigen ist.